Icefieldsparkway
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Icefieldsparkway

Die vorgestellte Zeit läßt uns nach einem Frühstück erst gegen 9:20 Uhr vom Platz rollen. Zumindest dürfen wir noch Frischwasser am Campingplatz aufnehmen und düsen dann zum Maligne Lake Park nordöstlich auf dem Yellowhead Hwy 16 in Richtung Edmonton. Die über 40km lange Stichstrasse zum malerischen See ist gesäumt mit Bären, Cariboos und Seen.

Der See selber ist malerisch inmitten eines breiten Tals gelegen und hat erneut die typisch kanadischgrüne Farbe. Während wir auf einem Wanderweg entlang des Sees sind, steht ein Cariboo tatsächlich keine 2 Meter neben dem Pfad und frißt völlig unbeirrt weiter, während wir japanisiert draufhalten. Leider kommen wir erstmals in einen Regenschauer und eilen zurück zum Glamper. Vor dem Parkausgang sollte der Maligne Canyon unbedingt besucht werden. Eine Spalte im Fels gibt ganz tief einen kleinen Fluss (oder grossen Bach preis), über den fünf Brücken führen und so einen Wanderweg entlang ermöglichen. Von jeder Brücke aus gibt es neue Einblicke in das in den Fels gefräste Flussbett.
In Jasper füllen wir den Tank nochmal auf und erfahren das Ergebnis Holland – Spanien 5:1 – was zum Geier ist da denn abgelaufen? Bevor wir das heutige Etappenziel Jonas Creek Campingplatz erreichen, wartet ein weiterer Wasserfall auf uns: Athabasca. Hier schiessen wir auch ein Foto, dass Kanada besser beschreibt als alle Worte. Den Campingplatz nehmen wir dann doch nicht und entscheiden uns für einen Platz am Sunwapta Wasserfall. Bis dato ist uns nicht klar, ob hier übernachten ok ist? Morgen wissen wir mehr.

Die Nacht war dann doch weniger aufregend als gedacht. Zwei der anderen Fahrzeuge auf dem Parkplatz blieben bis morgens verlassen und kontrolliert hat niemand. Auf zum Icefields parkway .
Leider spielt das Wetter heute nicht so mit. Der Himmel ist ziemlich zugezogen und es regnet immer wieder mal. Gerade hier am schönsten Teilabschnitt bis Lake Louise und Banff ist das besonders schade. Am Athabasca Gletscher kommt dann zumindest die Sonne kurz heraus und verleiht der eher tristen Umgebung ein wenig Wärme.

In The Crossing Resort, der Tankstelle auf fast halbem Weg zwischen Lake Louise und Jasper, sollte man auf keinen Fall zum Essen stoppen. Das Restaurant verspricht von außen, was es innen nicht halten kann. Entlang der Strasse bis Lake Louise gibt es weitere Gletscher, beeindruckende Täler und Wasserfälle, die 100m hohe Steilwände herunterrieseln. Es lohnt die Parkbuchten anzufahren und sich ein wenig umzuschauen.

Kurz vor Lake Louise reißt der Himmel auf und die Sonne zeigt sich. Damit perfekt für den Morraine Lake. Hier erklimmt man den Geröllhügel – aufgeschobene Moräne eines einstigen Gletschers – um das wunderschöne Grün des Sees besser einzufangen. Am Parkplatz bekommt man einen ersten Eindruck, wie es hier in der Hochsaison zugehen muss. Die Fahrzeuge stehen schon jetzt teilweise halb in den Strassengräben. Der namensgebende See der Umgebung kann da eigentlich nicht mithalten. Das ehrwürdige Fairmont Hotel wirkt so gar nicht „alt“, dürfte aber hinsichtlich der Aussicht unter den Top 10 der Welt sein. Eine Rast auf den Wiesen oder Bänken bietet sich an. Der Campingplatz in Lake Louise ist gut ausgestattet, allerdings ohne Wifi. Dafür finden wir in der Explorer Lounge in einem nachfliegenden Hotel zum einen freies Internet und zum Anderen auch einen Ort zur Liveübertragung von England vs Italien.