Whitsundays
Australia Oceanica Worldtrip

Whitsundays

Ziel: Cape Hillsborough

Auf nur 100km nördlicher Richtung ist plötzlich Hochsommer. Hier in Airlie Beach backt uns die Sonne wie in einem Ofen, so als hätte irgendwer unterwegs einen Schalter umgelegt. Keineswegs eine Beschwerde, aber interessant.

Wie von der Rezeption des Campingplatzes versprochen, tauchen bei Sonnenaufgang drei Kängurus am Strand auf und fressen Seetang (o.ä.). Dadurch sind wir bereits um 08:45 Uhr auf dem Weg zu Airlie Beach.

Airlie Beach

Ein kurze Zusammenfassung und ggf Anleitung für Andere. Der Wirrwarr um die Touren auf die beiden Inseln ist groß und man blickt einfach nicht durch. Hier ein Versuch:

Peter Pan Reisebüro ist eine Kette/ Firma, die nicht nur Reisebüros betreibt, sondern auch als Tourveranstalter, Hotelier und Autovermieter auftritt; wenn auch nicht immer unter diesem Namen. Zudem tritt Peter Pan auch noch unter anderen Namen auf, wie z.B. Wicked travel. Unterm Strich heißt das für diese Büro – wie eigentlich auch alle anderen – es gibt keine seriöse Beratung.
Die Mitarbeiter scheren sich einen feuchten Kehricht um die Belange der Kunden – es wird verkauft was Provision bringt. Zudem wird mit einem Anruf beim Chef (wer aufmerksam beobachtet merkt, dass das Routine bei jedem Kunden ist) immer “hart” verhandelt. 10% sind immer drin, vielleicht gehen auch 20%.
Wenn man lediglich informieren will, wird mitunter ein unangenehmer Druck ausgeübt. Es ist hier ratsam darauf nicht hereinzufallen. Einige Büros haben viele Prospekte zu Fraser und den Segelbooten. Einfach einmal alles rausziehen und wieder verschwinden. Das Internet und hier vor allem tripadvisor zu Rate ziehen. Auf diese Weise kann man sich ein besseres Bild zu den Angeboten machen.Die Buchung über Flashpacker (Hostel) soll gute Preise ermöglichen.
Avatar – Partyboot in schlechtem Zustand
On Ice – Teil einer kleinen Flotte von Booten mit nur 10-14 Pers. statt 20-25
Wings 2 & 3 – haben gute Referenzen auf tripadvisor erhalten

Die Segeltörn zwischen den Whitsunday Islands

Bei „seebreeze“ finden wir einen günstigen Stellplatz und fahren in den Ort. Der Hafen von Airlie Beach alleine ist schon atemberaubend. In einem smaragdgrünem Teppich schaukeln Segelboote auf und ab, die Reisebüros verkaufen Adrenalin an jeder Straßenecke und ein Holzstelzenpromenade führt am Ufer entlang durch die halbe Bucht. Ab und an ein öffentlicher Grill und eine leichte Brise sorgt für Entspannung. Mit einem Wort: Postkartenidyll. Doch es wird besser.

Das Segelboot ON ICE entpuppt sich für uns als eine gute Wahl. 7 andere Mitreisende und eine 3er Crew teilen mit uns eine 18m Yacht. Wie bereits in einem anderen Beitrag angemerkt, gibt es andere Touren die hier die doppelte Menge an Menschen unterbringen. Wir dümpeln sachte gen Inselreich und essen in einer Bucht zu Abend, während uns Phil – der Skipper – noch zu Whitehaven Beach schippert. Dort gehen wir vor Anker in einer stockdunklen Nacht. Einzig die eine oder andere Positionslampe eines anderen Bootes verschmutzt die Nacht mit Licht. Den Morgen nutzen wir zum Essen und Spielen am Strand, gehen nachmittags Schnorcheln und dann zum Aussichtspunkt des Whitehaven Beach – wer einmal Postkarten gesehen hat, dem sei anvertraut: es ist exakt wie da. Sand mit einem 98% Siliziumgehalt ist der reinste Sand der Erde – heizt sich nicht auf und schmirgelt irrsinnig gut auf Schmuck oder Kameralinsen. Zudem lernen wir von Mick noch über den hohen Vitamin C Gehalt der grünen Ameisen. Die kann man entweder essen oder man berührt mit der Zunge deren Hinterteil und augenblicklich spritzt das kleine Insekt eine volle Ladung Zitronensaft ab. So lokal begrenzt und intensiv, dass man sich fast erschrickt. Die letzte Nacht verbringen wir abermals vor einer Bucht, gehen wieder schnorcheln – diesmal mit diesem „James Bond Triebwerk“. Man, was für eine Gaudi. Da alle anderen irgendwie nicht damit klarkommen, düse ich fast 40min um die Korallen im 3-5m tiefen Meer. Die goPro war mit dabei und die Bilder im Tauchgehäuse sind um Längen besser als das Material von Fiji.

Zwei Tage und Nächte vergehen im Flug, doch sehr sehr entspannt. Wer gutes Essen – kein Mist – und eine ruhige Atmosphäre mit der einen oder anderen interessanten Info möchte, ist bei iSail sicher gut aufgehoben.