Ab nach Los Angeles
Allgemein US Westcoast Travel

Ab nach Los Angeles

Nachdem der Ursprungsflugplan mit zwei Zwischenstops seitens Delta umgebucht wurde, startet die Anreise nun bereits pünktlich um 10:25 Uhr ab München. Ein ereignisloser Flug landet pünktlich in Detroit und nach 1,5 Stunden in der Schlange vorm Grenzschutz ist man wach.

Das Boarding für den Anschlussflug beginnt, da haben wir gerade erst unser Gepäck geholt und durch den Zoll getragen. Am Ende landen wir pünktlich um 02:30 Uhr deutscher Zeit. Wer hätte das gedacht, Delta zeigt die achte Staffel Games of Thrones, im Bordprogramm. Nie vergingen 9 Stunden so schnell.

Dank Jetlag ist die erste Nacht sehr kurz, doch der Ausblick zum Sonnenaufgang am Griffith Observatorium entschädigt für die Watte im Kopf. Von hier oben blickt man auf ein friedliches Lichtermeer und abseits des mit den Morgenstunden anschwellenden Verkehrsrauschen ist es sogar relativ still. Der angrenzenden Park wird von den Angelinos ausgiebig für den Frühsport genutzt. Bereits um 5:45 Uhr laufen die ersten hier oben auf, mit 30-40 Minuten in den Knochen. Ein Wirrwarr aus verschlungenen Wegen führen durch den riesigen Park bis hoch zum weltberühmten Schriftzug und Wahrzeichen der Stadt. Letztlich ist Sonnenaufgang vermutlich die einzige Gelegenheit für Sport unter freiem Himmel. Schon um 8:00 Uhr brennt die Sonne unbarmherzig.

Zeit für Frühstück. Dafür kommt am ersten Tag im fitnessverrückten L.A. natürlich nur ein richtig amerikanischer Pfannkuchen in Frage: The Griddle Café ist für alle Liebhaber dieser Süssspeise ein absolutes Muss. Zudem ist Sunset Blvd. ein idealer Ausgangspunkt für alles rund um Hollywood. Hierzu gehören die Sterne auf dem Hollywood Blvd. ebenso dazu wie das Man’s Chinese Theatre. Obwohl die Stadt voller Autos ist und die Straßen ab 7:30 Uhr dauerüberlastet, ist der eigene Wagen wohl das geeignete Fortbewegungsmittel. Das wissen alle und daher sind Parkgebühren ein echter Kostenfaktor. Relativ günstig kann man im Kodak Theatre parken – die ersten zwei Stunden gibt es für 3$! Die E-Roller sind natürlich auch in Los Angeles bereits legendär. Kombiniert mit Uber nach der Erfahrungen der letzten Tagen eine denkbare Alternative zu einem Mietwagen. Man spart sich die Parkgebühren in der Stadt und ist oft mit dem Roller schneller unterwegs.

Der Laurel canyon führt über ein Tal hoch auf den Mullholland Drive. Auf dem Grat der Santa Monica Berge Schlängelt er sich an Villen, Privatstrassen vom HWY101 bis nach Berverly Hills. Dort liegt nicht nur das Hotel aus Pretty Woman, sondern natürlich der Welt teuerste Einkaufsstraße Rodeo Drive.

Apropos teuer. Der Ausflug von Hollywood auf dem Sunset Blvd gen Westen führt uns am exklusiven Sunset Pl vorbei, wo sich ein Abstecher in die Berge lohnt – hier ist natürlich das Villenviertel an den Hängen gemeint. Zurück auf Sunset wird es mit einem Mal grüner, die Grundstücke größer und rechter Hand taucht das Beverly Hills Hotel auf. Willkommen im teuersten Stadtviertel.

Die Straße endet direkt am Pazifik. Nach Norden auf dem PCH – Pacific Coast Hwy – gelang man nach Malibu. Neben Promis vor allem für all die Surfer und leckeren Restaurants an der Küstenstraße berühmt. Mel Gibson hat bei einem Hausverbot Moonshadows Malibu. Wenn man sich ein wenig auskennt, kann man vor die Villen am Strand schlüpfen und ins Wasser hüpfen; Wellengang inklusive.

Wir fahren nach Süden. Der Ozean liegt rechter Hand und glitzert in der Mittagssonne. Seitlich reihen sich die Autos der Surfer und auf der Straße reihen sich Mercedes SLR, Bentley’s und vor allem Tesla aneinander. Santa Monica ist die geleckte Version und somit der Gegensatz zu der weiter südlich gelegenen Schwester Venice Beach. Beide haben ihren Charme. Der Pier in Santa Monica mit seinem Riesenrad und Touristenrestaurant markiert zudem das Ende der weltberühmten und viel besungenem Route 66. außerdem habe ich unweit des Piers mal gewohnt. Da werden Erinnerungen wach.

Schräge Typen, Obdachlose und verkannte Künstler zieht es aber eher nach Venice. Dort schlägt Hanf auch ein wie eine Bombe. Aus gesundheitlichen Gründen kann man es an jede Ecke kaufen. Wem eher nach Ertüchtigung ist, findet neben dem Muscle Beach andere Gelegenheiten der körperlichen Verausgabung. Dank der frischen Brise vom Meer ist Bewegung auch keine Qual. Ein Abendessen am Pier im feinen The Lobster rundet den Tag ab.

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