Die heilige (ewige) Stadt
Europe Italy Weekend

Die heilige (ewige) Stadt

Alle Wege führen nach Rom – wiedermal. Doch die Anreise mit dem NightJet der ÖBB war besonders. Die Buchung eines eigenen Schlafwagenabteils gab Hoffnung auf eine entspannte Fahrt über die Alpen, enttäuschte aber leider auf ganzer Linie. Die ÖBB hatte es geschafft einen kompletten Schlafwagen zu vergessen bzw. auszusortieren, so dass wir im regulären Sitzwagen 13 Stunden gen Italien zuckelten.

Nach einer kurzen Orientierung am Hauptbahnhof fanden wir die richtige Tram zu unserem Hotel. In den kommenden Tagen (Freitag bis Sonntagabend) folgten wir den üblichen Touristenpfaden durch die römische Hauptstadt. Durch Zufall erfahren wir, dass man von den überall sprudelnden Wasserquellen bedenkenlos trinken kann. Rom verschenkt quasi Trinkwasser an seine Einwohner und Besucher, herrlich. Leider spielt das Wetter nicht wirklich mit und von den 3 Tagen regnet es zumindest teilweise an zwei. Umso mehr sind nette Cafés oder Restaurants gefragt, in denen man den Regenguss im wahrsten Sinne des Wortes aussitzen kann.

Das frühe Aufstehen ist bei einem Kurztrip natürlich noch einprogrammiert, hat aber vor allem für die eine oder andere Fotogelegenheit Vorteile. Der Brunnen um die Ecke vom Hotel ist morgens um 7 Uhr ebenso verlassen wie die Reiterstatue ein paar Meter weiter. Leider habe ich erst am nächsten Tag einen Zweitakku dabei, um den Flug über die Stadt gen Colosseum zu starten. Die Wetterverhältnisse sind suboptimal, doch dafür entschädigt ein fast touristenfreier Anblick. Die Touristen haben gefühlt seit dem letzten Besuch nochmal zugenommen. Der Plan, abends um 23 Uhr am Trevi Brunnen unter Umständen eine etwas ruhigere Atmosphäre vorzufinden, entpuppt sich als Wunschtraum. Vermutlich sind hier auch die frühen Morgenstunden besser geeignet.

Als kleinen Höhepunkt kann auf jeden Fall das Café Mama herhalten. Die Speisekarte klingt so lecker, wie die Speisen letztlich auf dem Teller aussehen. Wir sind wegen des Käsekuchens hier. Für € 8 / Stück gibt es ein wirklich leckeres Konditorhandwerk, doch ist der Kuchen bei Walser’s Café in München um die Ecke leckerer und viel günstiger. Hier spielt wohl auch das Ambiente bei der Preisbildung eine Rolle, zumal der Laden in Nähe des Petersdom vielleicht auch noch ein wenig Göttliches verströmen könnte.

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