Thailand zum ersten
Asia Thailand Travel

Thailand zum ersten

Am 03.03.03 flogen wir mit Thai Airways von Frankfurt nach Bangkok im Direktflug.
Dort angekommen bot uns das Hotel Narai schon um 0800 morgens ein Zimmer an, indem wir dann total uebermuedet ein paar Stunden Schlaf finden konnten, bevor wir die Stadt ein wenig erkundeten. Nach nur einer Nacht ging es am folgenden Tag mit dem Nachtzug nach Chumpon weiter – das Ticket war eine Kombination aus Zug-Bus-Fähre nach Koh Tao, unserer ersten Station. (Weitere Stationen: Koh Phangan und Koh Samui).
Nach unserer Rueckkehr nach Bangkok stand dann der Koenigspalast und eine Flussfahrt auf dem Programm. Leider 😉 auch das totale Einkaufserlebnis in der Metropole. Da freute man
sich wirklich, wieder nach Hause ins Teuroland zu kommen, weil die Lauferei einfach nur anstrengend war.
Die „Schildkröteninsel“ Koh Tao ist mit 21qkm die kleinste des Archipels. Mit dem Kombiticket (Zug von Bangkok, Bus zum Pier bei Chumpon und dann mit dem Speedboat nach Ban Mae Hat) erreichen wir Koh Tao und alleine schon Mae Hat Beach begrüßt uns mit palmenübersähten Hängen und darin versteckten Bambushütten.

Mit einem Pick-up geht s in Richtung Calok Ban Kao Bay. Als Ressort haben wir uns für Big Bubble entschieden – eine Tauchbasis am westlichen Rand der Bucht gelegen und unter deutscher Leitung. Die totale Entspannung empfängt uns, als man uns ohne Ausweis oder Bezahlung sofort einen Bungalow zuteilt und mich für s Tauchen anmeldet. Erst beim Ausstellen des Zertifikates ist Zahlen angesagt.
Mehrere Restaurants und das abendliche BBQ in der Bucht sind absolut empfehlenswert. Der kleine Sandtrand am Ressort bietet sogar geschützte Ecken und seichtes Wasser. Nur die Hundeplage ist allerorts zu sehen und nervt „ein wenig“. Nach vier Nächten und einem Tauchschein wird die Reise nach Koh Phangan fortgesetzt.
Die Überfahrt wurde mit einem Katermaran bewältigt und wer mal Leute in Klarsichthüllen kotzen sehen möchte, dem sei diese Fahrt bei Seegang strik angeraten. Wahrlich ein tolles visuelles Vergnügen und ganz ohne stechenden Geruch, denn der wird durch die vorsorglich installierten Duftspender an den Wänden wohlriechend übertrumpft.

In Thong Sala sauber und gesund angekommen, begann die Suche nach einem Transfer in die Bucht Thong Nai Pan Yai. Nach einer dreiviertel Stunde führte uns wieder ein japanischer Pickup Wagen durch den Urwald auf unbefestigten Straßen. Die Fahrt ein blankes Abenteuer. Am Strand angekommen, wurde man für den Adrenalin Kick belohnt: eine traumhafte langgezogene Bucht mit kleine
n, dezenten Ressorts. Dreamland war unsere Wahl – super Essen, wenn auch etwas „teurer“ als andere Restaurants am Platz und sogar Steinbungalows mit Waschbecken.
Dieses Fleckchen ist einfach herrlich zum Abspannen. Mit dem Mietmotorrad haben wir dann die Insel erkundet – nur um festzustellen, dass wir eine gute Wahl getroffen haben. Zwar gab es den einen oder anderen schöneren Strand, aber die Kombi aus Bucht, Infrastruktur, Strand und Wasser war einmalig. Zumal die Nachbarbucht Thong Nai Pan Noi mehr Wellen bot – für alle Surf- oder Buggyboardler.
Hier trafen wir auch wieder auf die drei Mädchen von Koh Tao. Eine litt permanent unter Fieber und Übelkeit. Die Diagniose Malaria lag nicht fern, jedoch stellte es sich in Deutschland als negativ heraus. Nur der Urlaub der Drei war ziemlich durcheinandern. Aus Spargründen Ressortwechsel, dann Krankenhaus Koh Samui und dann Bangkok mit Heimflug. Toll.
Zur FullMoon Party in Hat Rin ging es per Taxiboot und es ist sehr beruhigend den Kapitän vor Abfahrt Thaiwhiskey trinken zu sehen. Doch die Hinfahrt verlief ohne Zwischenfa
ll. Allen Warnungen zum Tortz feiern die Leute sehr ausgelassen, es wimmelt von Nutten und Alkohol fließt in Strömen. Die Drogenproblematik konnten wir nicht beobachten, aber vom Kauf ist strikt abzuraten.
Die Heimfahrt gegen 02:00 Uhr war lustig. Erst reiherte ein besoffener Thai ins Boot, als Motor Nummer eins ausfiel. Nur wenige Minuten später fiel auch Maschine 2 aus und wir dümpelten vom Vollmond beschienen 500m vom Ufer entfernt im Meer. Da ist man mit einem Mal wieder hellwach. Aber ich könnte das hier nicht schreiben, wenn die Maschinen nicht irgendwann wieder angesprungen wären.
Das Übersetzen nach Koh Samui war auch wieder durch einen kleinen Zwischenfall mit ausserordentlicher Action versehen. Im Longtail sitzend verloren wir nach ca. 15 Min Fahrt die Schraube. Ja wirklich, die Schraube ist von der langen Kurbelwelle abgefallen und im Meer versunken.

Die Thais verfielen wieder in ihr typisches Gekicher und finden an, ruhig und besonnen einzelnen Dielen und Verschlage im Boot abzusuchen. Nach ein paar Minuten fand sich dann auch ein Schraube unter einer Planke im Boden des Bootes.
Der Motor wurde gedreht und somit die Kurbelwelle über unsere Köpfe hinweg gen Bug ausgerichtet. Am Ende der Welle wurde dann die Schraube mit einem Seil – ja, das glaubt mir wieder keiner – befestigt. Mehrere Knoten später tuckerten wir wieder los.
Der Strand in Koh Samui war schön, allerdings nicht so breit wie auf den vorangegangenen Inseln. Die Preise deutlich teurer und überall leider die Touristenhotelburgen. Hinter hohen Mauern, am Eingang bewacht von Sicherheitsdiensten, fröhnen da einige an Privatstränden dem „Thailandgefühl“, doch das bezweifel ich. Hier besteht doch absolute Verwechselungsgefahr mit jedem anderen Land, wenn ich mich nur innerhalb der Hotelanlage bewege. Zumal keine Angst vor Übergriffen ein Einsperren erfordert.
Lustig sind dann auch die Bars in den belebteren Vierteln, wenn umgebaute Männer in sonorer Stimme vorbeifahrende und -laufende Männer auf ein Tete a Tete einladen. Waaaarrrgh. Wie besoffen musst Du sein, dass Du das nicht merkst. Nun denn, mir soll s egal sein. Als Attraktion kann eindeutig der Flughafen gelten, dessen Ankunfts- und Abflughalle ein Bambushüttchen ist. Sonst ist Samui im Grunde Mallorca nur mit Thais.