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Das Land der unbegrenzten Dämlichkeiten

Kaum hatte ich amerikanischen Boden betreten, fühlte ich mich doch gleich wieder wohl behütet wie in der Beklopptenanstalt. Am Ende des Laufbands im Terminal wird mit Blinklichtern und einer Computerstimme auf die Gefahr des Stolperns hingewiesen. Herrlich auch die Plakatwerbung der „Homeland Security“, dass all die Fingerabdrücke und Fotokacke nur der Sicherheit dieser einzigartigen Nation dient.
Toll war auch, dass unsere Koffer bei Ankunft in Detroit noch in Amsterdam auf dem Flugfeld standen. Schön, wenn man nichts zum Anziehen dabei hat und die Unterlagen auch im Koffer liegen.

Die Einzigartigkeit der Nation zeigt sich spätestens auf dem I-75 nach Norden. Bruchbuden säumen die Autobahn und der Strassenbelag würde bei uns den ADAC zur sofortigen Auswanderung bewegen. Furchtbar, die Zweiradfahrer tun mir aufrichtig leid. Auf den ersten Metern – oh Verzeihung Yards – wundere ich mich über fehlende Linksabbiegespuren. Die gibt s hier einfach nicht ! Ehrlich, kein Scheiss. Stattdessen wird rechts abgebogen und ca. 250 Yards weiter mit einer Kehrtwende auf die andere Spur wieder zurückgefahren. Verstanden ?!
Nein ? Ich auch nicht, nennt sich aber Michigan Left und rührt vielleicht daher, dass hier die Menschen noch dümmer sind als im Rest dieses Landes. Das (!) ist aber nur eine Annahme und beruht auf keinen repräsentativen Hochrechnungen

Bei Starbuck’s wird der gemeine Amerikaner auch noch ein wenig gebildet. Auf den Bechern stehen gewichtige Sätze, die Berühmtheiten einmal von sich gegeben haben. Natürlich mit * ! Logisch, dass am unteren Rand des Bechers die Starbucks Inc. sich von den Aussagen der zitierten distanziert und feststellt, dies entspreche nicht der Meinung des Unternehmens.

Selbstverständlich habe ich mich in den USA dann auch wieder gebührend verabschiedet, oder besser ausgedrückt biometrisch abgemeldet. Mit Reisepass geht man dann an eine Art Bankautomat, steckt den da rein und meldet sich brav mit linkem, rechten Fingerabdruck und dann einem Foto ab. Hier sei angemerkt, dass Herr R. 2x monatlich die sicherste Nation der Welt bereist, sich nie abmeldet und trotzdem immer wieder rein darf. Da fragt man sich schon: „Wieso mache ich den Scheiss?“