Colorado: …ich bin dann mal weg nach Aspen, Colorado
North America US Westcoast Snowboarding

Colorado: …ich bin dann mal weg nach Aspen, Colorado

Denver zeigt sich zart mit Schnee bedeckt. Das Zentrum verfuegt ueber die ueblichen Hochhaeuser und sieht mit den Rocky Mountains im Hintergrund etwas unwirklich aus. Die Stadt macht keinen sympathischen Eindruck, die vielen industriellen Anlagen und Gebaeude tun Ihr uebriges. Jedoch ist dies nur ein Augenblick, soll Denver doch eine enorm hohen Freizeitwert und Lebensqualitaet bieten.
Factory Labs liegt an einer Strasse, deren Gebaeude fast noch einem Western entsprungen sein koennten. Waeren hier nicht die gaengigen Boulevards angelegt, man wuerde fast noch quer mit seiner Kutsche einparken. Die Agentur ist in alte Backsteingebaeude eingezogen und hat sich ueber mehrere Gebaeude hinweg ausgestreckt. Interessante Architektur, noch viel interessantere Leute. Allein die Summe der Apple Cinema displays vor Ort duerfte ein Jahresgehalt locker uebertreffen.

Der I-70 fuehrt mitten durch die Rocky Mountain und die bekanntesten Skigebiete reihen sich an ihm wie auf einer Perlenkette: Vail, Keystone, Copper, Beaver Creek und letztlich Aspen. Am heutigen Mittwoch ist das Wetter winterlich. Die Strasse ist schneebedeckt, die LKWs tragen Ketten und alle um uns herum schleichen mit 30 Meilen umher. Es laesst sich prima auf der Schneedecke fahren und wenn dem Chevi am Berg nicht die Luft ausgeht, fahren wir deutlich schneller als alle anderen. Ab und an ist die Sicht bei ca 1 Meter, wenn eine Windboe den Schnee aufwirbelt und dieser fein wie Staub, eine regelrechte Wand bildet. Statt 3 Stunden benoetigen wir fast vier.
Philipp und ich sitzen am heutigen Donnerstag beim Fruehstueck und blicken durchs Fenster in einen grauen Himmel. Zum Einfahren nehmen wir den Bus nach Aspen Mountain-das Skigebiet direkt am Ort. Die weitlaeufigen Pisten sind geradezu gemacht fuer s Carven. Leider werden wir die Veranstaltung von http://www.bomberonline.com/ „World Carving session“ am Samstag verpassen.
Die Temperatur liegt bei ca. -15 Grad, der Schnee knirscht und quietscht, ist gleichzeitig weich und enorm griffig. Ideale Voraussetzungen zum Linien ziehen. Auf leeren Pisten ballern wir den gesamten Berg ab und Ruecksicht auf andere ist nicht noetig – es ist schlicht keiner da. Unglaublich.
Apres Ski feiern wir im Sky Hotel in der 39 degree Bar. Kein Vergleich zu den Alpen, sitzen hier alle brav auf feinen Ledersofas vorm Lagerfeuer. Zwischen dem aufsteigenden Nebel des beheizten Pools kann man ein paar Leutchen erkennen. Genug Anlass fuer uns, den hoteleigenen Whrilpool auszuprobieren.

Schon beim Fruehstueck zeigt der Himmel vereinzelt blau. Aspen Highland mit dem back bowl auf ueber 11.000 Fuss soll heute dran glauben. Was uns da geboten wird, ist bar jeder Beschreibung. Der weisse Puder liegt in Unmengen zwischen den Baeumen, und wir stuerzen uns im Grunde zwischen jede „Palme“.
Der Schneefall laesst nach, die Pisten sind mit ca. 20-30cm Neuschnee bedeckt und schon waehrend der ersten Auffahrt mit dem Hauptsessel ueberqueren wir zahlreiche unpraeparierte Pisten. Die back bowl ist noch geschlossen, folglich nutzen wir das Terrain am Lift. Hinweise wie „Double diamond“ oder „Experts only“ sehen wir von nun an den ganzen Tag. Der Schnee an diesen Haengen ist huefttief und die Baeume dienen als Slalomstangen.
Gegen 10:30 reisst es mehr oder weniger komplett auf und es gibt blauen Himmel. Leider haben wir nur die SLR dabei – die Videokamera blieb daheim. Nichts desto trotz sind ein paar einmalige Eindruecke festgehalten worden.
Kurz darauf ist die back bowl offen. mit einem weiteren Lift geht es bis auf den Gipfel und von dort mit einer Pistenraupe bis zum Tor – „Himmelstor“. Vom Lift bis zu diesem Tor gehen links vom Grat Pisten durch Waelder oder freie Stuecke hinab ins Tal. Alle mit Tiefschnee, der nie eine Raupe sah. Vom Tor aus fuehrt ein Trampelpfad auf den eigentlichen Gipfel. Die erste Runde laufen wir komplett, da beim Taxi zuviele anstehen. Bergsteigen auf 3.500m ist ziemlich antrengend. Trotzdem kaempfen wir uns weiter den Grat entlang, bis eine baumfreie, fast senkrechte Piste mit freier Fahrt lockt. Der Verbindunglift transportiert alle Tiefschneejuenger zurueck auf s Plateu mit der Pistenraupe. Die zweite Abfahrt nehmen wir mit dem Taxi in Angriff. Ueber die Kante, rein ins Vergnuegen und zwischen den Baeumen hindurch auf eine ca 25min Abfahrt. Schneegestoeber und die Sonne bieten hier ein fast gespenstisches Panorama. Das nebenstehende Bild nenne ich „The dark knight“, in Anlehnung an Batman.

Nach nur zwei Tagen ist Aspen abgehakt. Buttermelk und snowmass konnten wir nicht testen. Ab nach Vail.