Asia Vietnam Travel

Modestadt Hoi An

Der N8bus faehrt 11 Stunden bis nach Hoi An. Der neue Bus der Hanh Cafe (genauso wie Sinh Cafe eine halbstaatliche Bude) ist neu, die Einrichtung fuer Europaer echt innovativ. In 3 Reihen auf zwei Ebenen ziehen sich Schlafsessel durch den Bus. Die Liegewiese am hinteren Ende haben wir leider nicht gebucht. Da kann auch eine „Langnase“ wie ich die Beine ausstrecken.
Die Sitze lassen sich fast komplett flach legen und der Hintermann deponiert in einem Fach unter der Lehne seine Beine. Schon nach 30min habe ich das Bodenblech unbeabsichtigt durchgetreten. Allerdings ist der frei gewordene Raum stetig verjuengend und so auch nicht wirklich zu gebrauchen. Die Klimaanlage temperiert nicht konstant, sondern eher „full throttle“ und „off“; was dazu fuehrt, dass man entweder friert und einen Zug am Nacken spuert. Schlafen ging dann doch.

Am Ziel angekommen gehen wir zuerst unter die Dusche. Nach 2 Tagen ohne in den gleichen Klamotten kommt doch ein klein wenig Reinigungsbeduerfnis auf. Das Hotel Serene ist zentral gelegen und verfuegt ueber geraeumige und saubere Zimmer. Auch ein Pool ist da.

Hoi An zeigt seine Schoenheit erst gegen Abend, wenn die Daemmerung eingebrochen ist. Dann sind die Restaurants am Fluss mit den kunterbunten Lampions erleuchtet und die Strassenlaternen werfen ein schales Licht in die kleinen Gassen der Altstadt – die im Vietnam Krieg als „free fire zone“ deklariert war und deshalb gut erhalten ist. Tagsueber ist die Auswahl an Schneidern, Schuhmachern und dem Markt schier ueberwaeltigend. Kimonos, Anzuege, Blusen, Jacken, Sandalen, Lederschuhe, T’s etc. Am Besten man kauft eine der angebotenen Taschen/ Rucksaecke und macht es voll mit Guetern. Die Verlockung ist wirklich gross. Die Stadt wurde im 4 Jhr von den Cham gegruendet und war Teil der Seidenstrasse. Dieses Erbe wird heute durch die vielen Schneider hochgehalten.
Daneben kann man eine Tour durch die Altstadt machen und in einige der Tempel und alten Gebaeude gehen. Das alles ist interessant, nur wiederholen sich die Verzierungen in den Anlagen und es ist ein gewisser Verschleiss zu spueren. Zumindest verlangt hier die Stadtverwaltung einen kleinen Obulus, um die alten Gebaeude zu erhalten. Ein Vorgehen, was in Vietnam mit all den alten architektonischen Werken Schule machen sollte.

Der Montag begruesst uns mit einem wahren Monsum- bzw der Taifun im chinesischen Meer praesentiert seine Auslaeufer. Es regnet hier, als gaebe es kein Morgen. Die Strassen stehen unter Wasser und die Besichtigungsrunde laeuft ohne mich. Ich war schon nass bis auf die Haut, als ich vom kleinen Bummel nach Hause rannte. Lustig auch hier die Dienstleistung der Vietnamesen. Da laufe ich quietschenass durch die Strassen und man bietet mir einen Poncho an ­čÖé

Am fruehen Dienstag Morgen wartet bei strahlendem Sonnenschein der Bus auf uns. Naja, ich will ehrlich sein, natuerlich warten wir auf den Bus. Die Besichtung der Tempelanlange in My Son steht auf dem Programm. „Schoene Berge“ heisst die Stadt oder Anlage uebersetzt. Im 2-3 Jhr von den Cham errichtet, wurden grosse Teile der Tempel waehrend des Vietnamkrieges zerstoert. Die US Bomber warfen auch hier Bomben in den Dschungel.
Der Bus benoetigt etwa 45min von Hoi An zun dem Tempeln. Entlang eines gepflasterten Weges kann man einige der Anlagen besichtigen (A-K), wobei die meisten zerstoert und teilweise nicht zugaenglich sind. Wenn ich das richtig verstanden habe, liegen noch immer Bomben im Dschungel. Daimler AG und Wuerth GmbH unterstuetzen die Instandsetzung des Weltkulturerbes. In der schwuelen Hitze im Dschungel braucht man viel Wasser, doch die Umgebung und die Bauten bieten eine schoene Atmosphaere. Fuer den Heimweg teilt sich die Gruppe. Fuer uns geht es per Boot auf dem Fluss zurueck. Es gibt ein kleines Mittagessen und kurz vor Schluss noch eine Verkaufsveranstaltung.

Zurueck im Hotel springen wir schnell in die Badehose und duesen mit dem Taxi an den naheliegenden Strand von Hoi An. Kleine Bambuspilze bieten schatten und geschaeftstuechtige Barbesitzer stellen Liegen gegen Getraenkebestellungen bereit. Das Meer ist ein wenig unruhig, also ab in die Brandung. Ein Nachmittag zum Entspannen.
Gegen Abend bummeln wir noch einmal an den Fluss und lassen uns in einem der vielen niedlichen Restaurants gut gehen. Damit klingt der 3taegige Aufenthalt in Hoi An gemuetlich – fast romantisch aus. Morgen frueh werden wir wieder mit dem Bus weiterfahren – Ziel: Hue und die verbotene Kaiserstadt.