Hong Kong und Fazit
Asia Hong Kong Travel

Hong Kong und Fazit

Die Überfahrt mit der Fähre von Macau nach Hong Kong dauert ca 60 min. Wie lange das sein kann, wenn die Temperatur auf ca 10 Grad herunter gekühlt wird, erzählen einem nachher die Hals- und Kopfschmerzen – ich habe mir ne Grippe eingefangen.

Hong Kong ist die letzte Stufe des Erfolges der „emerging markets“. Abgesehen davon, dass hier die Inselaffen wieder mal das links Fahren eingeführt haben, ist diese Stadt einfach grandios. Die Skyline auf der Insel und dem Festland ist mit all den Bürotürmen vor allem in der Nacht ein klarer Hingucker. Wobei die angepriesene tägliche Lichtschau gegen 20:00 Uhr nicht wirklich sehenswert ist. Der ganze Pier ist voller Zuschauer, Gaukler und Verkäufer und die dargebotene Lasershow wirklich etwas in die Jahre gekommen. Mein Tipp daher, entweder weit vorher oder eben deutlich später an den Pier zu gehen und die Stadt wirken lassen.
Es gibt hier und da auch versteckte alte Häuser, doch dominierend sind die Häuserschluchten die Erinnerungen an New York City hervorrufen. Die Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Gipfel bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Bucht – wenn das Wetter mitspielt. Leider war bei uns ziemlich viel Nebel und nur einige Häuser erkennbar.

In jedem Reiseführer wird zudem die Überfahrt mit der Fähre angepriesen. Ok, für 20 Cent kann man eigentlich nichts falsch machen, doch aufregend ist das nicht. Erwähnenswert ist auf jeden Fall die U-Bahn, die mit einem leicht verständlichen Fahrkartenautomaten aufwartet; hier sollten sich deutsche Städte mal ein Beispiel nehmen. Wichtig allerdings ist das Kleingeld. Die mitunter ulkig aussehenden Münzen sind sehr gefragt und nur selten akzeptiert der Automat (oder auch andere) Scheine über 20 HK$ (umgerechnet ca. 2 Euro).
Für Hong Kong braucht man eigentlich keinen Reiseführer. Die wichtigsten Punkte sind überall nach zu lesen. Ansonsten streunert man einfach durch die Gassen und Einkaufsparadiese und streckt sich das Genick, um den Himmel zu sehen.

Den letzten Abend verbringen wir im „expat“ Viertel Lan Kwai Fong. Die Nuttendichte hält sich anfangs in Grenzen, doch je später der Abend desto mehr von Ihnen arbeiten offensichtlich auch hier. Allerdings kann man auch normale Damen kennenlernen, wenn man ein paar wichtige Regeln beachtet: Frauen, die Ihre Getränke selber bestellen und bezahlen sind relativ sicher nicht aus diesem Berufsumfeld. Auf jeden Fall zappeln wir bis ca 01:00 Uhr und fahren mit der letzten U-Bahn ins Grandstanford Intercontinental. Ein sehr schön gelegenes Hotel.
Morgens um 05:00 Uhr klingelt der Wecker und ein Taxi bringt uns zum Flughafen. Gegen 20:00 Uhr sind wir alle wieder zu Hause.

Fazit
Vietnam ist eine Reise wert, doch wer Strandurlaub sucht, ist mit Thailand eindeutig besser bedient. Kulturell gibt es vieles zu sehen, doch nach dem 10. Tempel tritt spätestens ein leichter Gewöhnungseffekt ein.
Die Menschen sind sehr freundlich und Unterschiede zwischen Nord und Süd haben wir nicht festgestellt. Überall findet man englischsprachige Einwohner und saubere Unterkünfte. Internet gibt es im Grunde überall, eigentlich immer DSL. Das Essen ist sehr lecker, allerdings empfiehlt es sich nicht, die Touristenpfade hier zu verlassen. Denn traditionell wird z.B. das Huhn in kleine Teile zerhackt, ohne dass man Knochen, Knorpel etc vom Fleisch trennt. Der Döner in Hanoi war ein Höhepunkt und super lecker, hehe.

Macau muss man nicht gesehen haben. Abwarten heisst hier die Devise, vielleicht entwickelt sich der Cotai Strip und man kann wirklich Las Vegas in Asien haben. Für „hardcore“ Zocker schon empfehlenswert.

Hong Kong ist eine Weltmetropole mit allem was dazu gehört. 3 Tage/ 2 Nächte einsaugen und geniessen. Herrlich. Als Knotenpunkt von Air Asia ist Hong Kong neben Bangkok und Kuala Lumpur mit Sicherheit unter den besten Ausgangsbasen für Asienreisen. Abgesehen davon fliegt Air New Zealand über HKG-LHR-LAX und die BC ist einzigartig – sensationell.