Austria Europe Italy Weekend

911er Ausfahrt II

Langes Wochenende Italien.

Also nach der Arbeit raus aus München, vorbei an Kochel am See/ Walchensee (Karte) und die ersten Kuven genießen. Das Wetter spielt mit, der Himmel ist blau und so soll es bleiben. Aufgabe ist es der Autobahn aus dem Weg zu gehen und das klappt wunde
rbar bis nach Italien. Aber erstmal erreichen wir das Nachtquartier in Landeck.

Eine kleine Pension mit Bett und Dusche.
Ausruhen ist angesagt, denn das Stilfer Joch muß erklommen werden. Am Samstag geht es auf der 180 Richtung Italien, vorbei an der Festung von Nauders. In Prato allo Stelvio beginnt der langsame, aber stetige Aufstieg auf der SS38. Herrliche Serpentinen, voller Motorradler und Fahrradfahrer. Letzteren gehört meine ganze Bewunderung, denn diese unendlich anmutenden Steigungen ohne die Musik meines
6 Zylinder Boxer zu erklimmen – ein Alptraum. Umgekehrt ist es purer Genuß. Targadach weg, Sonnencreme drauf, 2. Gang rein und der Symphonie lauschen. Oben am Stilfser Joch (Karte) angekommen, laufen sogar einige in Skianzügen umher. Der Gletscher ist offen.

Achtung in Bormio, nicht der Straße folgen, sondern auf die 300. Da geht es mit den Kurven weiter. Ein nicht enden wollendes Winden. Nur gut, daß man nicht Karten lesen muß. Irgendwo auf dem Weg zwischen den Tälern folgen wir einem Schild für ein Mittagessen. Mit ca 9,50 EUR in der Tasche wird das ziemlich spärlich. Umso lustiger ist das Restaurant. Eine Skihütte mittem in einem Skigebiet, während des Sommers als Alm ausgebaut. Die Wiesen sind satig grün, Romantik will aber keine aufkommen, sieht man doch die Liftmasten und Stationen.
Im nächsten Kuhdörflein ist endlich der langersehnte Geldautomat -puh.
Von Ponte di Legno über Cles führt uns der Weg zum Ziel: Molveno. Hier, nicht weit vom Gardasee heißt es für die Folgetage entspannen. Das Hotel du Lac ist ein Italo-Hotel und wir die einzigen Ausländer. Die Sprachbarriere sorgt für Unterhaltung und am 2. Abend bekomme ich dann auch meine Coke Zero.
Na also geht doch.
Der See ist viel kleiner, aber idyllischer. Allerdings reicht er nicht an den Ledro See heran.

Am dritten Tag düsen wir noch zum Gardasee und biegen kurz vorher nach Westen ab. Ein Tipp einer Kollegin. Ein absoluter Bringer und zum Abschluß des Tages gehört der Sprung ins kalte Naß.
Für Die Rückfahrt wurde der schnellste Weg über die Autobahn gewählt. An einer Raststätte vor dem Brenner treffe ich einen alten Schulkameraden aus meiner Heimatstadt. Wie hoch stehen hier eigentlich die Chancen ?