Koh Tao
Asia Thailand Travel

Koh Tao

Die Fahrt mit dem Bus ist eine Qual. Die nächste Nacht ohne Schlaf. Zu müde zum Lesen, zu wach zum Schlafen. 6 Std durch die Pampa und dann noch auf die Fähre warten.

Im Lose wurde empfohlen von dtac – Thailand s staatlicher Mobilfunker – eine Sim Karte zu kaufen. Auch wenn es hier um kleine Beträge geht, folgender Hinweis:
Ich habe mich für happy entschieden. Für 99 B gibt s eine Nr plus 35B Guthaben. Der Tarif ist mit 1B/ min günstig. Nach D sind es 7B. Wie empfohlen buche ich das Inet Paket mit 2 Std für 30 Tage. Ein Anruf nach D für ca 45Sek und ein paar Mal Emails und Internet; schon ist die Karte leer. Der Trick: das inet Paket läuft ab. Einmal gestartet ticken die 2Std runter. Dann wird vom Telefonguthaben abgerechnet.

Morgens um 4:30 Uhr sitzen wir mit zig Urlaubern am Pier und warten in der Dunkelheit auf das Boot. Um 7 Uhr geht s dann endlich los. Koh Tao kommt 3 Std später in Sicht und nach dem Geldwechsel suchen wir uns ein Allrad Taxi. Die Tanote Bucht liegt im Osten und ist in der Tat schwer erreichbar. Der Toyota – übrigens ohne Brems und Gasprobleme – ächzt und schaukelt mächtig hin und her. Der Wasserweg ging nicht, da die Wellen zu hoch sind.

Das Diamond Resort bietet Stein Bungis in der gewohnt spartanischen Ausstattung. Soweit alles iO. Als Nachbarn haben wir ein spanisches Paar Mitte 40, die abends hier mit zugegebenermaßen guter Musik Disko machen. Das ist alles allerdings nichts gegen Mütterchen Natur. Wenn hier die Zirpen loslegen, macht jede Box schlapp.
Statt des Hahns wecken einen hier die Zirpen um Sechs ! Womit wir bei Ralf s Frage sind, woher das Geräusch vom „Rauchmonster“ aus Lost kommt. Es sind Zirpen ! Als ich am Strand lag und es das erste Mal hörte, dachte ich John, Jack oder Kate 😉 kommen gleich um mich zu retten.

Der Strand ist schön gelegen, eingerahmt von schwarzen, runden Felsen. Der Sand ist ein wenig grob und gelb. Heute geht s auf jeden Fall ins Wasser. Gestern konnten wir beide halbwegs noch laufen. Nach 2 Nächten mit insgesamt 4 Std Schlaf waren wir einfach platt.
Sie beginnt gerade mit dem Tauchkurs, während ich s mir auf der Veranda gemütlich mache. Wellenrauschen, Palmen, Sonne und Strand. Oh und ein gutes Buch.

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass die Insel ein Taucherparadies ist. Auf einigen Seiten im Netz werden die Tauchplätze jedoch als „kaputt“ beschrieben. Zugegeben, farbenfrohe Korallenriffe in rot, gelb, etc findet man hier nicht mehr. Aber zumindest die Fiacharten bieten reichlich Abwechslung.
Hier auszugsweise einige Tauchplätze und die gemachten Erfahrungen (subjektiv und eine Momentaufnahme):
Southwest Pinnacle
20m bei mäßiger Sicht; viele Schwebeteilchen und noch mehr Taucher – es lagen 5 Boote vor Anker; Korallen ja, doch farblos; Fische reichlich

King Kong
15m bei guter Sicht; Fischreich und viele Korallen, doch farblos; nettes Trigger Fisch Ehepaar 😉

Tanote Bay
17m bei guter Sicht; beim Wrack viele Fische. Wenig Korallen

Shark Island
17m bei relativ guter Sicht; ein paar Schwebeteilchen; Trigger Fisch Päarchen mit kleinen Attacken, Baracuda Schule

Hin Nagm
15m bei guter Sicht; großer Korallengarten mit ein wenig Farben; viele Fische

Oh und wieder gibt es eine zertifizierte Sporttaucherin mehr. So langsam sollte ich vom Fremdenverkehrsbüro Prozente erhalten, hehe.

Mal abgesehen vom Tauchen sind die Nächte der Hammer. Da es so gut wie keine Lichtquellen gibt, sieht man die Sterne viel deutlicher. Bei klarem Sternenhimmel kann man die Milchstrasse deutlich erkennen. Beeindruckend.

Im Poseidon Resort kann man auf dem Oberdeck mit Blick über die Bucht und dem Himmel essen. Zudem schmeckt es. Unser Resort Diamond hatte ne gute Küche, auch wenn das Ambiente ein wenig nach Bahnhofshalle aussieht. Blacktip im Gegenzug konnte weder Lassies noch lecker kochen, bietet jedoch morgens um 7:00 Frühstück für die Taucher an.

Am Nachmittag des 16. nehmen wir den Katermaran nach Koh Phan Gan. Trotz der japanischen Version von Fear Factor auf den Bildschirmen, nicken wir sogleich ein. Das Meer ist ruhig, eine entsprechend unspektakuläre Fahrt.
Am Pier geht dann das Schleppen wieder los. Zumindest finden wir noch ein Paar, dass in die gleiche Bucht möchte. Der Fahrer verlangt stoisch 300B / Pers, obwohl auf seiner Preisliste 250 stehen. Als die Gruppe bis auf 7 anwächst landen wir endlich bei den regulären 200B. Quer durch den Dschungel geht es über üble Straßen/ Feldwege nach Osten.

01 Comment

  1. Anonymous

    Hach da könnt ich ja gleich neidisch werden!
    Auf diesem Wege ein Hallo aus Ingolstadt! Wollte doch mal sehen, ob du wieder tolle Snowboardbilder eingestellt hast – bin ja voll infiziert mittlerweile.
    Hoffe dir gehts gut und es lebt sich gut im „Süden“.
    Wünsche noch Traumwetter, Erholung und nicht allzu viel Sand an ungemütlichen Körperstellen 😉
    Nadine

    14. März 2010