Tallinn ist eine Reise zurück ins Mittelalter, Estland
Estonia Weekend

Tallinn ist eine Reise zurück ins Mittelalter, Estland

Mit den letzten Meilen von Audi gab es dank der Meilenschnäppchen von Lufthansa 2x Business Class nach Tallinn, Estland. Die Lufthansa bietet keinen Direktflug aus München, was sich für uns als Geschenk herausstellte: maximale Essenausbeute des Tickets an Bord und in all den Business Lounges von Lufthansa.
Gleich vorweg: Die Lounge in Frankfurt bot eindeutig die beste Erfahrungen, sowohl an Auswahl der Speisen, vor allem aber auch vom Ambiente. Da wird das Umsteigen zum Genuss. Zum Glück zeigte die Waage nach der Rückkehr nach München kein Gramm mehr an als vorher. Das ist umso mehr verwunderlich, da das Essen in Tallinn wirklich lecker ist. Am letzten Tag sind in jedem die Pfannkuchen im Kompressor zu empfehlen; auch wenn sie nicht so groß wie die Pancakes im Griddle Cafe auf Sunset, Los Angeles sind, so stehen sie geschmacklich auf keinen Fall hinten an. Der Laden war so voll, dass die Wartezeit ca 30 Minuten dauerte.

In Erinnerung bleibt in jedem Fall die wunderschöne Altstadt der kleinen Hauptstadt des ebenso kleinen Ländchen zwischen Finnland und Russland. Am Name Kompressor ist es zu ahnen, die Sprache ist nicht sehr russisch, eher skandinavisch. Die Bevölkerung spricht estisch, russisch und englisch, akzeptiert den Euro und das WLAN funktioniert entgegen der viel gepriesenen Fortschrittlichkeit des digitalen Staates selten!
Unsere Wohnung (AirBnb) war in einem eher alten Arbeiterviertel von Tallinn. Dessen Häuser erinnern wiederum sehr an Skandinavien und kontrastierten mit grellen, leuchtenden Farben ein wenig die ehemalige Trostlosigkeit. Es ist diese Mischung aus gelebter Geschichte in den Mauern der Altstadt, mit Menschen in traditioneller Kleidung, oder der Olde Hansa mit Originalrezepten aus der Ritterzeit mit einem perfekten öffentlichen Nahverkehr, liberalen Öffnungszeiten und einer grundsätzlichen Kartenakzeptanz, die den Reiz ausmachen. Das hat sich offensichtlich herumgesprochen, legten doch fast täglich riesige Kreuzfahrtschiffe an und spülten Touristen in die kleinen, kopfsteingepflasterten Gässchen rund um die wunderschöne russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale.