Cook Islands
Cook islands Oceanica Worldtrip

Cook Islands

Der 5. Tag beginnt im Anflug auf eine kleine Insel namens Rarotonga; Teil der Inselgruppe Cook Islands. NZ hat fast 45min gewonnen und so kommen wir in totaler Dunkelheit auf der kleinen Insel an.
Eine Start/ Landebahn mit Wendehammer kurz vor dem Riff; das realisieren wir aber erst später. Bei der Gepäckausgabe steht ein Mann mit Gitarre auf dem Rondell und singt exotische Texte – wie von Sebi vorhergesagt. Die großen Rucksäcke lassen wir sogleich bei Air Rarotonga und laufen vom Flughafen in die Stadt.
20min zu Fuß dem Sonnenuntergang entgegen. Zu der Zeit trainieren hier die Menschen wohl für ein Radrennen. Diverse Radler in hautenger Montur rauschen an uns vorbei.
Gegen 6:00 Uhr zeigt sich der erste feine gelbe Streifen am endlosen Meereshorizont. Ohne Umschweife stellen wir fest, das muß das Paradies sein. Die satte grüne Vegetation samt Palmen mit der weißen Sandgrenze zum glasklaren blauen Meer. Wir beide waren noch nie auf einem Atoll. Um die Insel herum ist eine Lagune, vom Meer durch ein Riff getrennt. Die hohen Wellen brechen donnernd am Riff und schäumen über das schwarze Gestein in die Lagune. Das Wasser in der Lagune hingegen ist ruhig und überraschend frisch.

Um einen Roller zu mieten, benötigt man einen Cook Island Führerschein. Entgegen einiger anders lautenden Berichten, lege ich keine Prüfung ab. Sondern nur die NZ$ 20 auf den Tresen. Die ca 31km lange Straße führt einmal um die Insel. Wir fahren mit dem Mietroller, den es praktischerweise direkt neben der Polizei gibt, der Uhr nach um die Insel, denn so immer auf der linken Seite am Meer – Cleverle 😉
Für die Nächte nach der Rückkehr von Aitutaki suchen wir noch eine Bleibe. Die schönste Ecke ist bei Muri, am südöstlichen Zipfel der Insel. Die vorgelagerten Insel bieten ein wunderschönes Panorama. Allerdings schlägt sich das auch auf die Preise nieder. Zwischen NZ$ 100-360/ N8 sind dann doch ein wenig viel. Für ein Mittagsschläfchen am Strand aber genau richtig. Das Donnern der Brandung draußen am Riff bietet einen herrlich beruhigenden Geräuschteppich zum Dösen. Das Restaurant Sail serviert dann leckere Pasta in übersichtlicher Größe und einen griechischen Salat, der an Zuhause erinnert. Abgesehen davon unterstützen wir unseren Schummelnachbarn aus der EU auch in 15.000km.

Wir fahren weiter um die Insel und suchen neben der Bewunderung der Natur noch nach der Bleibe. Im Backpacker auf der Westseite finden wir ein DZ mit Sanitärbereich am Gang.
Als wir den Roller abgeben, ist die Lust auf eine Wanderung an der Straße zum Flughafen gering. Ich versuche es per Anhalter. Witzig, denn offensichtlich kennt hier niemand den ausgestreckten Daumen. Ich ernte meist nur ein Lachen oder selbiges Zeichen vom Fahrer. Eine Inderin mit Ihrer Tochter erbarmt sich und fährt uns. Auf der Fahrt lernen wir ein wenig Ihre Sicht der Einheimischenstütze kennen. Der Staat gibt Ihnen Geld zum Leben und arbeiten tun wenige.

Die meisten faulenzen herum. Für die Arbeit holt sich das Land dann z.B. Inder. Das klingt ein wenig nach dem Stützesystem der US Regierung für die Ureinwohner. Die hocken in Reservaten und haben keine Chance auf Beschäftigung. Letztlich verfallen viele dem Alkohol. Ein Teufelskreis.
Beim Rauslassen verlangt Sie dann NZ$ 10 Benzingeld, was wir für ein wenig übertrieben halten. Die Hälfte muß reichen. Windiges Persönchen. Was soll s. Taxi habe ich keine gesehen und €1 / Nase war ok.
Die kleine Turboprop wartet bereits am Flugfeld und hebt bebend in den lauen Abendhimmel ab. Am Horizont türmen sich Wolkenberge und zeugen von einem Gewitter. Die beiden Piloten umfliegen das gröbste und landen sicher 45min später in Aitutaki.