Rarotonga
Cook islands Oceanica Worldtrip

Rarotonga

Am Flughafen in Rarotonga warten wir vergebens auf den Bus vom Hostel. Erst nach einem weiteren Anruf kommt man uns abholen. Sollte das ein Omen sein ?
Auf der Terasse begrüßen uns einige kartenspielenden Rucksackreisende und beäugen uns ein wenig skeptisch.
Das legt sich aber schnell, als wir unsere Sachen im Zimmer abgestellt und uns dazugesellen. Das scheint eine nette kleine Gemeinschaft zu sein, die gemeinsam zu Abend ißt, feiert und spielt. Neben Kanadier, Franzosen und Engländer sind die Deutschen natürlich in der Überzahl. Wir feiern nicht zu lange, schließlich stehen morgen Tauchgänge an. Das frühe Aufstehen scheint ein permanenter Begleiter zu werden.
Ohne Wecker schlafe ich natürlich zu lange. Sonst wache ich um 6 Uhr auf und kann nicht wieder einschlafen, heute döse ich bis 7:30 durch. D.h. in einer halben Std werden wir abgeholt.

 

So beginnt Tag 9 etwas hektisch. Der Supermarkt um die Ecke hat noch geschlossen, doch die Hausherrin des international backpacker hat ein Herz und gibt uns Toast und Milch. Tom von Pacific Divers fährt uns zur Station, wo es eine kurze Einführung gibt. Die Ausrüstung ist komplett vorbereitet und aufgebaut. Auch vorgeprüft. Im Hafen steigen wir um ins Boot und fahren lediglich 2 min raus. Kurz hinter dem Riff liegt der erste Tauchplatz. Tangaroa Rocks. Da es nur bei diesem bleibt, fehlt uns der Vergleich. Allerdings ist fest zu halten, dass das Wasser unglaublich blau und gleichzeitig unfassbar klar ist. Die Sicht unter Wasser beträgt leicht 20m plus und so erkennen wir relativ schnell den Riffhai, der uns umkreist. Nein, auf sicherem Abstand. Ansonsten gibt es nichts besonderes zu sehen, nur eben alles so scharf. Der Korallengarten erstreckt sich soweit das Auge reicht und ist sogar ein ganz klein wenig farbig. Den zweiten Tauchgang lassen wir aus, da unser Flug in weniger als 17 Std geht.

Zurück im Hostel gesellen wir uns zu den anderen.

Für den Abend ist Party angesagt. Die Bar hat uns auch die Tauchlehrerin empfohlen. Während die anderen Mittag essen, trollen wir uns zum Strand. Es ist ein abgelegener, ruhiger Strandabschnitt und ich kann verstehen, wieso einige Rucksacker zwei Wochen bleiben. Das Hostel liegt keine 5 min vom Strand in der Nähe von einem kleinen Cafe, einem Supermarkt und einer Bushaltestelle. Auch ein Rollervermieter ist in Laufdistanz.
Die Dämmerung bricht heran und wir essen im Cafe an der Hauptstraße. Lecker, aber mich wundert nicht das Übergewicht fast aller Einheimischen bei der Menüauswahl.
Mit der heiß ersehnten Dusche machen wir uns ausgehfertig. Was bei mir keinen anderen Kleidungsstil bedeutet. Die Damen im Hostel tragen aber ausnahmslos Sommerkleider. Nett. Zum Hostel selber kann ich nur nettes sagen. Sauber, das Niveau aber schon sehr sehr einfach. Abstoßend finde ich einzig den Geruch, der aus dem Zimmer der Eigentümer wabert. Die leben und schlafen zu viert in einem ca 16qm großen Zimmer.
Jeder hat ein Fach im Kühlschrank und auf dem Regal, auch wenn sich im Nachhinein niemand wirklich daran hält. Neben Surfen, Quatschen und Reiseerfahrungen austauschen vergeht der Abend bis zur Abfahrt zur Bar wie im Flug. Die Fahrt mit dem öffentlichen Busverkehr – zur vollen Stunde stündlich im Uhrzeigersinn und zur halben Stunde stündlich dagegen – entfällt aus praktischen Gründen. Stattdessen buchen alle den Bus des Hostel. Für NZ$ 7/ Pers chauffiert man 16 Leute in einem Kleinbus. Wir bekommen von Carl das Moped, weil wir ja früher zurück müssen.
Die Whatever Bar entpuppt sich als echter Partyschlager und in einer so großen Gruppe macht es gleich doppelt soviel Spass. Gegen halb 12 fahren wir zurück, packen ein wenig vor und legen uns für knapp 3 Std nochmal hin. Wecker ist gestellt. Als wir um 4:30 vom Chef geweckt werden, stehen wir tatsächlich senkrecht im Bett. Unser Flieger geht um 5:20 Uhr !
Um es kurz zu machen, wir haben es locker geschafft und saßen am Flughafen auch noch bis 5:30 rum. Allerdings brauche ich das kein zweites Mal. Zumal so kleine unkomplizierte Abfertigungen eher die Ausnahme bleiben dürften.