Phuket die Überraschung, Thailand
Asia Thailand Travel

Phuket die Überraschung, Thailand

Am Abschiedstag ist der Rauch der Waldbrände was gänzlich verzogen und so zeigt sich Phi Phi nochmal am Hafen von seiner schönen Seite.
Die Überfahrt für 250B nach Phuket vergeht wie im Flug. Meine Buchung in Hat Surin auf der Westseite stellt sich als unklug heraus. Keine direkte Verbindung mit einem Bus dorthin – nur Taxi. Also erstmal mit dem Minibus nach Patong. An zentraler Stelle wird sich da schon eine Mitfahrgelegenheit finden. Für den Fahrer stellt das riesige Einkaufszentrum das Zentrum der Party Hochburg dar und es ist auch mittlerweile Essenszeit. Der Cäsar Salat hat hier gleich westliche Preise (€10 mit 2 Coke), doch zumindest ist die Tuktuk Dichte enorm groß. Nach einem kurzen Schlagabtausch geht s für 500b nach Surin. Die Alternative wäre ein Moped Taxi, doch mit 2 Rucksäcken 10km entlang einer Küstenstrasse klingt günstig, aber wenig sicher.

Das Sweet Surin Hotel ist berühmt für seine italienische Speisekarte. Der Inhaber Mario hat das Zuhause auch ordentlich gelernt. Nur ist das Restaurant ausschließlich in der Hauptsaison (ab 01.11) geöffnet. Im Hotel sehe ich zwei weitere Gäste. An der Lage kann es nicht liegen, denn ein schöner Strand liegt nur 5Min Fußweg durch den kleinen Wald entfernt. Schöner, weißer, pulvriger Strand, lang gezogen und (noch) nicht üblaufen. Die Strandbars können vermutlich mit dem Umsatz nichtmal die Stromrechnung decken.

Doch erst mit der Ausleihe eines Mopeds zeigt sich die exquisite Lage des Hotels. Folgt man der kleinen Stichstrasse weiter nach Norden, liegen schicken Ressorts an Privatstränden entlang der Küste.
Zurück auf der Hauptstraße folgen gen Süden Strände auf Luxusressorts auf Strände. Mit ein wenig Abenteuerlust entdeckt man dann auch sowas: Naka. Architektonisch sicher ein Höhepunkt, doch eine gesamte Bucht im wahrsten Sinn zu zubetonieren hinterlässt einen sehr faden Beigeschmack.

Aber der Reihe nach. In Karon angekommen geht es wieder zurück nach Norden. Dank Linksverkehr liegt das Meer nun direkt neben der Straße und spontane Stops sorgen nicht für brenzlige Situationen. Die Relax Bay – empfohlen im Loose – konnte ich nicht finden; doch kann es sein, dass bereits eines der vielen Luxusanlagen die Bucht um-/ verbaut hat und sie so der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich ist. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass dieser Teil von Phuket wirklich schöne Strände aufweist, leider ist oft beim Blick ins Landesinnere der Bebauungsplan suboptimal. Mehr Natur, weniger Gebäude und öffentliche Infrastrutktur wäre toll. Doch der Fortschritt hält nun mal nicht inne. Sobald die Strände nur irgendwie zugänglich gemacht wurden, finden erst die Backpacker und anschließend die Pauschaltouristen dorthin. Zumindest kann über die Reisezeit ein wenig gesteuert werden, was am Strand los ist.

Patong liegt in einer sehr lang gezogenen Bucht und ist schrecklich verbaut. Der Tourismus ist hier auf Ballermann Niveau und bedarf wohl keiner weiteren Ausführung. Richtung Kamala wird es beschaulicher. Hier und da finden sich nette Strände, wie z.B. der des Mercure Hotels nördlich von Paton. Direkt in Kamala ist ein Hochzeitsfotograf bei der Arbeit zu beobachten und da kommt fast Mitleid für das Brautpaar auf, dass in der Mittagssonne in voller Kampfmontur am Strand ausharren muss.

Die Rückgabe des Rollers um 12 Uhr klappt wie geschmiert und das Tuktuk wartet bereits. Es geht quer über die Insel in den Nordosten von Phuket, Bang Rong. Von dort legen Boote regelmäßig nach Koh Yao ab. Zwei Schwesterinseln Yai und Noi in der Phang Nga Bucht.
Der Pier von Bang Rong erinnert mich sehr an die Ablegestelle zu den Perenthians, Malaysia. Wenig touristisch erschlossen mit einer Blechhütte als Ticketschalter und trotzdem mit den modernen typischen Speedboat Angebot. Die Entscheidung fällt für das Longtail, schon alleine wegen des preislichen Vorteil (120b). Als Passagiere sind ausschließlich einheimische an Bord und Fässer voller Lobster. Die sind auf dem Weg zu den Farmen draußen auf dem Inseln.  Nach der Überfahrt warten Taxis am Pier. Verhandeln ist hier zwecklos, dafür ist das Monopol einfach zu groß. Für 300B wird die Fahrt zu den nördlichen  Anlagen angeboten, die im Süden kosten das doppelte.

Nach dem Trubel auf Phi Phi ist hier herrliche Ruhe. In der Nebensaison kostet das Thiwson Resort 25€/ Nacht, was ich leider nicht teilen kann. Ein nettes Frühstück ist dabei inbegriffen. Die Anlage verfügt über einen Infinitiy Pool mit Blick in die berühmte Bucht. Robuste Holzbungalows in drei Reihen bieten ausreichend Platz für zwei Personen, eine Veranda zum abhängen und vor allem „openair Duschen“. So wie damals in 2003 auf Koh Tao.
Am Pool mache ich Bekanntschaft mit zwei Däninen und Stelle zufriedenstellend fest, hier halte ich es spielend drei Tage aus! Außer am Pool liegen, mal auf Krabbenjagd gehen und Lesen passiert nicht viel. Urlaub eben! Eine Verlängerumg auf der Westseite der Insel lasse ich aufgrund des schlechten Wetters und lege ab in Richtung Khao Lak.