Koh Phi Phi
Asia Thailand Travel

Koh Phi Phi

Die Überfahrt mit der Fähre von Krabi kostet 300B und dauert ca 2 Stunden. Der Rauch hüllt uns von allen Seiten ein und das Schiff scheint in einer Glocke aus Grau zu fahren.

Im Hafen von PP – Kurzform der Insel – begrüßen die Flyer Verteiler die Ankömmlinge mit angeblichen Angeboten für alles mögliche. Die „booze Tour“ lässt bereits erahnen, was hier auf der Insel angesagt ist. Die engen Gassen im Dorf erinnern sehr stark an Hat Rin auf Koh Phanghan. Ein Tattoo Laden folgt auf den nächsten, unterbrochen durch Bars mit so lustigen Spielchen wie „Beer Pong“, oder aber Ständen die Eimer mit Alkohol verkaufen.

Das Hauptdorf liegt auf dem Strandabschnitt, der die beiden Inselteile miteinander verbindet. Die Insel kommt dem Paradies ziemlich nahe, würde man sie nicht auf dem Altar der Party- und Sauftouristen opfern. Es ist unverständlich wieso Menschen Tausende KM fliegen, um sich dann besinnungslos aus Strohhalmen an einem Traumstrand komatös zu trinken. Am Strand liegen dann auch die Clubs mit Ihren Beschallungsanlagen und nächtlichen Attraktionen wie z.B. Feuer Künstler. Zumindest diesen kann man bewundernd zuschauen und fragt sich, wieviele Verbrennungen es braucht, um so geschickt mit den brennenden Lanzen umzugehen.

 

Allerdings ist eine Unterhaltung bei Discolautstärke unmöglich. Die meisten Gäste scheint das nicht (mehr) zu stören.

Das Hostel Ploy Dorm ist quasi eine 2 geschössige Wohnung mit je 2 Toiletten und einem Schlafraum inkl 8 Betten pro Stockwerk. Erneut gibt es keinen Aufenthaltsraum o.ä., sondern der Raum wurde auf maximale Bettenanzahl hin optimiert. In der Nebensaison kosten drei Nächte ca 900B und die Belegung ist schlecht. Was gut ist! Bis jetzt war mein Stockwerk nur mit zwei Mädels belegt. Der Kontakt beschränkt sich also auf den Schlafraum oder die Tauchschule.

Die Empfehlung für Blue View Diver war in jedem Fall nicht verkehrt und die beiden Tauchgänge vor Phi Phi Leh wirklich super. Selten so ein intaktes Riff bei so guter Sicht erlebt. Pausiert wurde in der Maya Bucht. Den meisten wohl bekannt aus dem Film „the Beach“. Aus der Ferne schon erkennt man die Bucht, doch es ist schwer zwischen 20-30 Booten noch wirklich Strand zu erkennen. Es ist daher alles andere als ratsam, irgendeine Tour dorthin zu buchen. Nach Auskunft der Tauchlehrer lohnt nur entweder die teure Übernachtung vor Ort, oder aber eine Charter, um gleich morgens um 8:00 zum Strand zu fahren. Überhaupt scheint die Westseite von Thailand ziemlich überlaufen. Da sehne ich mich nach Koh Tao mit seinen Bambus Hütten zurück – mit außen angebrachtem Klo/ Dusche. BBQ am Strand von einer der Tauchschulen in der riesigen Bucht und gefühlten 100 Touristen.

Als der Rauch mal endlich den Himmel klarer erscheinen lässt, buche ich noch eine Nacht, um hier die Gegend ein wenig zu erkunden. Bei Sonnenschein sieht der Strand morgens ohne die ganzen Leute richtig nett aus. Leider ist gerade Ebbe, aber immerhin erkennt man endlich mal etwas außerhalb der Bucht.