Bangkok – wieder einmal
Asia Thailand Travel

Bangkok – wieder einmal

Nach einer weniger guten Erfahrung mit Qatar Airways vor 5 Jahren, ist der Fluglinie diesmal absolut nichts anzukreiden. Moderne Flugzeuge, leckeres Essen und wirklich zuvorkommender Service. Sogar die Anschlussverbindungen in Doha sind mit 1-2 Stunden angenehm. Einzig der Flughafen kommt sehr nüchtern daher.
In Bangkok angekommen, bietet die öffentliche U- oder besser gesagt – Hochbahn ein günstige und schnelle Verbindung in die Innenstadt. Parallel zur Autobahn verlaufend, fällt der Vergleich zum Stau auf der Straße leicht. Das Hostel Pridi liegt relativ weit draußen, was die Anreise vom Flughafen verkürzt, jedoch den Weg in die Stadt verlängert. Zu beiden Seiten liegen Hochbahnen in da 2 km Entfernung. Statt zu laufen kann man die kleinen Taxibusse für unglaubliche 10b nehmen.

Der erste Eindruck von dem Teil der Innenstadt – Siam Centre – entspricht meinem letzten. Da hat sich nicht viel geändert. Im MBK kann man nach wie vor hervorragend einkaufen, Siam bietet für die Fans teurer Luxusmarken einen Anlaufpunkt und überall ist Markt. Herrlich! Eine Pediküre muss her, begleitet durch eine Fussmassage. Erst als ich den Internetzugang nutze, wundere ich mich über den etwas schwierigen Namen des Ladens im Einkaufszentrum: Porntip. Die Thais haben Sinn für Humor, das muss man Ihnen lassen. Danach schlägt das Jetlag voll durch und im Hostel vergehen 3-4 Stunden wie im Flug. Mittlerweile bin ich auf nicht mehr alleine im Schlafraum. Dominik aus UK hat seinen letzten Tag in Asien und macht nach 3 Monaten nun in Osteuropa weiter – seufz. Er ist mit zwei Kanadier im Aufenthaltsraum verabredet.

Der gemeinsame Abend ist ziemlich unterhaltsam. Mit Kanadier über Amis lästern macht gleich doppelt soviel Spaß. Wobei die Unterhaltungen ab Bier #4 sichtlich einfältiger werden. Wir landen in einer Sportsbar am Patpong Nachtmarkt; zumindest würde ich die Bar so einordnen, denn auf dem Bildschirm lief Rugby League. Nachdem Dominik tatsächlich zum vollen Entsetzen von Craig und Drew recht mit der Aussage behält, dass England Kanada bei olympischen Spielen im Eishockey besiegt hat (1924), wird gleich ein doppelte Runde fällig.
Patpong ist übrigens für Einkaufssüchtige der Markt schlecht hin. Von Unterhose bis Tag Heuer Uhr bekommt man hier faktisch alles im Original ;-). Die Preise sind mittlerweile allerdings recht hoch, da lohnt das MBK. Anfängern im Handeln sei gesagt, dass beim Start von 100B der Zielpreis nicht bei 50 sondern eher 30-40 liegt. Im nur in kleinen Schritten nachgeben, deren Schritte sind größer und der ultimative Test ist einfach weiterziehen. Zum Einen gibt es die Uhr drei Stände weiter sowieso nochmal und andererseits ist dann die Schmerzgrenze bekannt. Wenn der Händler Dich über den Markt verfolgt, geht noch was! Gar nicht gehen die Sexshows, aber das versteht sich ja von selbst.
Apropos Handeln. Die Rückfahrt mit dem Taxi gestaltet sich schwierig. Öffentlicher Nahverkehr endet um 0:00 und die Benutzung der Taximeter wohl gleichzeitig auch. Am Ende erfährt man dann so wenigstens die Preisspanne. Die Entscheidung fällt auf ein Tuktuk. Schade, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte! Über die Autobahn zu sausen war ein durchaus Blutdrucksteigerndes Unterfangen.
Der zweite Tag bringt gleich mehrere Überraschungen. Beim Frühstück in der kleinen Pension sitzt Tierra aus Atlanta u sucht für den Vormittag noch eine Idee. Das Einkaufszentrum Terminal21 ist gleich um die Ecke und erfüllt am Ende nicht wirklich die im Netz gesteckten Erwartungen. Einzig die lokalen Marken sind eine Abwechslung zu den anderen Zentren. Die nach Städten benannten Stockwerke reißen es nicht wirklich raus, schon gar nicht die schnöde Golden Gate Brücke im 5. Stock.

Anschließend geht’s nochmal ins MBK und ich entdecke geile T Shirts für den Einkauf vor dem Abflug! Tierra entdeckt Frauenkram. Das Essen in der 6. Etage ist relativ gut und vor allem günstig. Gestärkt führt die Reise nach Wat Poh, dem liegenden Buddha. Der Fahrer des Tuktuk setzt nach zähen Verhandlungen um eine Direktfahrt zum Zielort dann tatsächlich woanders ab! Der Ärger verschliegt schnell, denn die Tempelanlage Wat Ratchanataram ist schön, kostenlos und total verwaist.
Eine weitere kurze Tuktuk Fahrt später liegt der Buddha gülden mit aufgestütztem Kopf. Wat Pho kostet 100B Eintritt und ist ziemlich überlaufen. Dennoch auf jeden Fall sehenswert. Vor allem die Dimensionen des Buddhas sind riesig!

 

Nun drängt die Zeit, denn mein Besuch eines Muatay Thai Fight um 18:00 wird langsam knapp. Zumal der Akku nochmal Strom braucht und es herrscht Feierabend Verkehr.  Gegen 17:20 im Hostel bleiben ganze 15 Minuten zum Aufladen. Danach erstmals mittels Moped-Taxi zur Hochbahn und mit 20 Min Verspätung auf der Plattform am anderen Ende der Stadt. Craig und Drew sind bereits weg. Ohne Handy ist das schon ziemlich kompliziert. Umso überraschter ist der Zufall, dass ich beide gerade unten auf der Straße in ein Taxi steigen sehe. Wir erreichen die Arena gemeinsam und sehen 7 Kämpfe. Gleich beim ersten gibt es ein KO und später ein gebrochenes Bein. Fast interessanter als die Kämpfe ist der Trubel drum herum. Die Einheimischen Wetten wie verrückt und ab Runde 3v5 hält es keinen mehr auf den Sitzen. Das zuschauen ist weniger schlimm als erwartet und wer nicht sehr zart besaitet ist, sollte sich das ruhig mal ansehen. Bilder und Videos kommen später.

Nachdem heute Freitag ist und morgen früh ein Flug für 17€ nach Krabi geht, steht Einkaufen und Ausgehen in Bangkok auf dem Programm.
Bevor auf der Rückreise Stress wegen dem Einkaufen herrscht, wird das sogleich erledigt. Der strömende Regen ist dazu passend. Die angelegte Einkaufsliste ist komplett erledigt und nach einem kurzen Nachmittagsschläfchen folge ich der Empfehlung aus dem Hostel, die Straße runter in einem improvisierten Thai Food Court zu essen. Das Zelt beherbergt diverse Straßenstände mit ausschließlich thailändischen Speisekarten. Eine sehr nette Thailänderin – selber Gast – erkennt wohl die Ratlosigkeit und bietet ihre Hilfe an. Die vegetarische Nudelsuppe ist lecker und europäisch scharf gewürzt. Moni empfiehlt uns dann noch einen Papaya Salat, vergisst leider aber die Schärfe entsprechend runterzudrehen. Der Salat wird in diesem Urlaub auf jeden Fall nochmal bestellt, dann aber süßer.
Sukhumvit Soi 11 ist angeblich das neue Ausgehviertel. Direkt an den Skytrain Stationen Nana bis Ekkam finden wir auch eine nette Bar – voller Europäer und Amis. Das klingt unter Umständen etwas schräg, ist jedoch in Anbetracht der anderen Bars voller Thailadys eine echte Abwechslung. Alle, die wirklich gerne weggehen wollen, sei dieser Bereich nur bedingt empfohlen. Die Anzahl der Rotlicht Bars ist hier einfach viel zu hoch. Laut Aussage von Leuten in der Menge sind hier 9 von 10 Frauen nicht als solche geboren. Zwar wird überall Musik gespielt, doch von Clubs kann keine Rede sein. Es lohnt sich folglich bei der Frage für die Abendunterhaltung sehr spezifisch zu sein. Hier bietet RCA eine echte Alternative, meist von Einheimischen genutzt liegt hier der Fokus auf Musik und Alkohol!