Gili Islands
Asia Indonesia Worldtrip

Gili Islands

Am 38. Tag (05.06) fahren wir mit Sea Marlin Cruises Sea Marlin von Ubud über Padangbei nach Gili. Das Schnellboot kostet 600′ hin und zurück inkl. Transport zu einem beliebigen Ort; laut Preisliste soll das doppelt soviel kosten. Keine Ahnung wieso wir es billiger bekommen. Am Boot liegt es nicht, dass ist relativ neu und macht einen guten Eindruck. Der Transfer ist mit 1Std 20 sogar sehr schnell.

Die drei Archipele vor Lombok sollen Strandurlaub von seiner schönsten Seite ermöglichen. Gili Trawangan ist die größte der Inseln mit einem Berg, äh Hügel, von beachtlichen 75m. Sonst nur Palmen und Strand. Gili Meno ist die kleinste, aber auch teuerste Insel. Dort gibt es wenige Unterkünfte, dafür zu gehobenen Preisen. Gili Air ist kleiner und ruhiger als Trawanga – Einheimische sagen, so wie diese vor 10 Jahren.
Da wir tauchen wollen, haben wir bei Big Bubble einen Bungi für 250′ / Nacht gebucht. Die Tauchpreise sind inselweit auf US$ 38 festgesetzt, somit ist das kein Grund zur Unterkunftssuche. Die Mischung aus wackeligen Holzhütten und luxuriösen Bungalows an der Promenade ist durchaus ein wenig irritierend. Sehr schön ist dagegen die Tatsache, dass keinerlei motorgetriebene Fahrzeuge erlaubt sind. Stattdessen nur Pferdekutschen im Miniformat.
Eine Straße aus Staub und hier und da Pflastersteinen führt einmal um Trawanga herum. Diese trennt auch die Resorts vom Strand, was das „Thailand Gefühl“ vermissen läßt. Eine Inselumrundung dauert zu Fuß ca. 2 Std und auf der Rück- (West)seite sind neue, teilweise exklusive Resorts entstanden. Der Strand ist schmal und teilweise mit Korallenresten bedeckt, das Wasser glasklar, grün und warm – zur Abkühlung gänzlich ungeeignet.

Big Bubble hat einen Pool, spartanisches Frühstück und saubere Bungis mit Dusche, Klo und Ventilator. Für AC bezahlt man nochmal 100′ extra, da halten wir es wie die Einheimischen und schwitzen lieber. Apropos Schwitzen: meine Reisebegleitung aus der Weltstadt München ist total angetan von den überall angebotenen Pilzen, die so himmlisch sein sollen (mushrooms send you straight to Heaven); etwas irritiert über die Abenteuerlust erkläre ich vor der Bestellung lieber, was das ist. Hach, in München aufzuwachsen muß herrlich sein. So beschützt und behütet von all dem Bösen und Ungesunden in dieser Welt. Da fällt mir ein: Wie sieht s denn mit dem Rauchverbot aus ? Ist das endlich durch oder ist die Schickeria in M noch der Meinung, Rauchen sei schick und interpretiert diese Weigerung zu einem wirklich hippen rauchfreien Lebensstil noch immer als rebellisches Verhalten ?

Der erste Tauchgang führt uns zum Han’s Riff. Sehr klares Wasser, viele Fische und bunte Korallen. Zumindest bunter, als je zuvor. Nach 54min ist die Luft alle, und wir müssen uns von all den Tieren verabschieden.
Ein weiterer Tauchplatz ist Shark Point im Norden von Trawanga. Die Strömung ist stark und wir schweben in 20m ohne einen Flossenschlag über Korallen, Schildkröten etc. Leider sehen wir keine Haie, dafür mehrere Schildkröten, Batfish und Tintenfischunterarten. Sehr sehr schöner Ort. Auch Manta Point ist ähnlich tief, bietet leichte Strömung und ziemlich viele Fische. Die Korallengärten erstrecken sich, soweit das Auge reicht. Interessant sind hier die vielen Temperaturschichten. Das Wasser flimmert oft vor den Augen und man schwimmt in eine Badewanne oder eben einen kühlen Lufthauch hinein.
Hallik’s Reef ist ein weiterer Platz mit Schildkröten und Großfischen. Hier ist das bestechendste die Sicht. Wir können bereits an der Oberfläche den Grund in 30m Tiefe erkennen. Toll ! Die gute Sicht ist hier – ähnlich wie beim Tauchgang auf den Cook Islands – fantastisch und erlaubt auch in großer Tiefe relativ gute Farben und natürlich das Erspähen allerlei Getier.

Mit dem Inselhüpfer kann man auf die anderen Insel fahren. Vorsicht beim Fahrscheinkauf, denn nur direkt an der Kasse bekommt man die Überfahrt zu Gili Meno für 20′. Andere nehmen dreist 30′, auch wenn das jetzt finanziell keinen Bankrott nach sich zieht.
In ca 25min legt das Longtail an der Ostseite von Meno an. Die Umrundung dauert hier nur 1 Stunde, jedoch sollte man gleich mit dem Süden beginnen. Die Resorts nördlich der Anlegestelle sind ziemlich herunter gekommen, auf der Westseite eigentlich mitunter sehr nett. Die 2-3 Besten liegen jedoch südlich des Hafens. Preislich leicht über Trawanga, empfinden wir jedoch die Abgeschiedenheit einiger Resorts als großes Problem. Wo Essen gehen ? Wo Wasser kaufen ? Spannend wird es bei der Abreise. Das Boot ist wie immer absichtlich rückwärts gestrandet, bewegt sich allerdings keinen cm vom Strand weg. Jede Planke ist belegt und da es Kiel auflegt, legt es sich mit jeder Welle auf eine andere Seite fast bis das Wasser über die Reling schwappt. Selbst einer einheimischen Oma ist das zu viel und sie meckert lautstark, während die Tochter und andere Indonesier nur lauthals lachen.
Nach einem Tag vor Ort bleiben wir in Trawanga. Hier geht es mitunter ein wenig lauter zu, jedoch ist hier wenigstens halbwegs gewährleistet, dass das auf der Karte stehende auch vorhanden ist. Abgesehen davon, gibt es auf der Insel auch abgelegenere Bungalows.

 

02 Comments

  1. Anonymous

    Wenn Ihr am 4. Juli wieder zurück seid, könnt’s mit Abstimmen für das Rauchverbot – dass endlich mal die rußig schwarzen mal wieder eine Linie bekommen….
    Grüße und weiterhin gute Reise
    Jochen

    15. Juni 2010
  2. roederhallo

    Hallo Jochen,
    Das wird nicht hinhauen, doch ich hoffe, dass Du und viele anderen FÜR ein Verbot stimmen. In Nz und Aussie ist es überall verboten, in Aussie darfst Du nicht mal im Auto rauchen, wenn Kinder drin sind. Deren Jugendliche paffen nur zu 10%, auch weil die Pck fast €9 kostet.
    Also mangels Gelegenheit und Preis tust Du was für die Gesundheit der Bürger. 😉

    17. Juni 2010