Bali Fazit
Asia Indonesia Worldtrip

Bali Fazit

Wer auf Bali ankommt und mit ein paar Einheimischen gesprochen hat, wird merken, dass deren Namen irgendwie alle gleich klingen. In der Tat heißen hier alle gleich, unabhängig ob Madl oder Bub. Das liegt am Kastensystem der Hindus. In der unteren Klasse heißt der Erstgeborene immer Wayan, Nr. 2 Made und das geht bis Vier weiter. Keine Ahnung, ob das fünfte Kind namenlos bleibt, oder ausgesetzt wird. Mit Zusatznamen wird dann die Identifizierung des Individuums erleichtert, so z.B. Wayan der Dicke. Ohne Flachs. Problem ist hier wohl, dass einige Beschreibungen auch nicht wirklich helfen.
Auch sollte der Währungstrick nicht unerwähnt bleiben. Alle Tauchschulen und einige Hotels weisen Ihre Preise in US$ aus, die hier gängige Zweitwährung. Die Anbieter rechnen bei hohen Beträgen natürlich mit keiner Barzahlung und rechnen die Dollar in Rupie um. Hier wird ein schlechter Kurs gewählt und nochmal „kassiert“. Üblich ist auch der 3% Aufschlag bei Zahlung mit Kreditkarte. Dollar Noten in Bar sind hier eine willkommene Alternative. Nachteil ist, dass man Geld mit sich herumträgt. Von Diebstahl haben wir jedoch nirgendwo was gehört.

Die Insel Bali ist eine Hinduenklave in Indonesien, wo die Mehrheit muslimischen Glaubens ist. Der Islam konnte sich hier nicht durchsetzen und ist auf der Insel in der klaren Minderheit.
Deshalb hat Bali auch die vielen Tempelanlagen und keine Moscheen. Das ist wohl auch eindeutig ein interessanter Teil vom Bali Erlebnis. Natürlich auch die Strände ganz im Süden, doch hier hauptsächlich von westlichen Luxushotels eingenommen. Das Hütten Gefühl mit den passenden Stränden bleibt leider aus. Ubud ist ein idealer Ausgangspunkt für die berühmtesten Tempel und ist obendrein eine süße Stadt. Generell ist es wichtig die Saison zu beachten. Mitte Juni bis September ist Hauptsaison und die Preise gehen drastisch nach oben. Angeblich erhöhen die Restaurants auch die Preise. Da Bali schon jetzt nicht unbedingt günstig ist und das Wetter immer schön, lohnt ein Blick in den Kalender.

Dies gilt leider auch für Gili. Natürlich kann man dort total entspannen, doch ein breiter Sandstrand und Hütten direkt am Strand sucht man hier vergebens. Die drei Gili Inseln sind wiederum moslemisch und jeden Morgen um 5 und 7 Uhr wird einem die Kultur/ Religion per Audio nahegelegt. Der menschliche Körper ist ein Gewohnheitstier und nach einer Woche hört man es nicht mehr.
Aufgrund der Logistik ist hier alles ein wenig teurer, vor allem Restaurants, die Pizza, Nudeln und Burger anbieten. Es lohnt sich bei den hier wohnenden Leuten Tipps abzuholen. Statt 40′ für ein Sandwich zu zahlen, gibt es indonesische Küche 30m abseits der Hauptstraße für 12′. Wasser ist auch ein rares Gut. In unserer Tauchschule wird die Flasche zu weniger als dem halben Preis aufgefüllt. Bei Dauerhitze von 30 Grad und mehr, eine nette kleine Erleichterung der Reisekasse und Umwelt. Apropos Wasser: Nur die exklusiven Anlagen bieten Frischwasserduschen. Der Rest nimmt Brunnenwasser, dass ein wenig salzig ist. Der Haut schadet es keinesfalls und zum Duschen ist es perfekt. Beim Zähneputzen schmeckt es ein wenig nach Pommes, hehe.

Die Tauchplätze sind außerordentlich. Die Sicht unglaublich und trotzdem sieht man kaum andere Taucher. Eine klare Empfehlung für Korallen und Fische. Zumal US$ 38 pro Tauchgang günstig ist.