Palau
Micronesia Oceanica Travel

Palau

Die Entdeckungsgeschichte der Insel ist interessant und der Tauchplatz „German Channel“ gibt davon ein wenig Preis.
Die Spanier okkupierten die Insel – nach den Ureinwohnern – als erstes. Im 19. Jhr kauften die Deutschen den Spaniern die Insel ab und sprengten einen Kanal ins Riff; „German Efficiency“ ist auch hier unser Ruf. Gleichzeitig prägten unsere Vorfahren das Land, so sind einige Wörter heute noch sehr deutsch. So ist das Fahrrad hier kurz ein Rad, während moderne Dinge wie z.B. Elektrizität japanischen Ursprungs sind. Diese Nation löste uns dann ab und kämpfte im WWII hier gegen die USA. Warum man sich um dieses Eiland kloppte und ganze Flotten versenkte erschließt sich mir nicht. Vermutlich ist das einer der Gründe für die Bezeichnung Weltkrieg, da überall gekämpft wurde.
Die Japaner unterlagen den Amis und so zogen die hierher und errichteten unter anderem auf Guam eine Militärpräsenz. Diese ist gerade ständig in den Nachrichten, weil Nordkorea angeblich theoretisch mit seinen Raketen bis dahin kommen soll. Natürlich prägten auch die Amis die Sprache wie man z.B. bei Internet erkennt und sie brachten den Segen des US Längenmaß nach Mikronesien. Übrigens wird hier rechts gefahren, auch wenn die meisten Lenkräder rechts montiert sind.

Interessant ist das Einkaufen. Der Supermarkt hat Samstags erst ab Sonnenuntergang geöffnet und verkauft Kiwis aus Italien. Wieso diese nicht aus Neuseeland kommen bleibt mir ein Rätsel.
Einmalig ist hier auf jeden Fall die Inselwelt südwestlich von Koror. Die Sandsteinfelsen waren einst unter Wasser und nach dem Absinken des Meeresspiegel ragen sie heraus. Im Laufe der Zeit begann der Pflanzenwuchs und heute sind die Felsen über und über mit Urwald bedeckt. Die Fahrt zwischen den Felsen ist einmalig, ebenso das klare Wasser mit Sichtweiten bis zu 50m. Trotz der Wassertemperatur nahe 30 Grad ist die Vielfalt an Fischen und Korallen atemberaubend. Haie, Schildkröten und intakte Korallen soweit das Auge reicht machen Palau nicht umsonst zu einem der Top 10 Tauchplätze der Welt. Mit Fish n Fins fahren wir 2 Tage hinaus, u.a. auch zum Quallensee. Einem eingeschlossenem Süß Salzwasser See auf einem dieser Sandsteinfelsen. Die Quallen dort haben über die Zeit Ihre giftigen Tentakel verloren und so kann man in einem Meer aus gelben Quallen unbehelligt baden. Spektakulär. Ein Film und Fotos werden noch nachgeliefert.

Am vorerst letzten Tag unternehmen wir eine Rundreise über die Insel und enden teilweise an wirklich verlassenen Stränden oder Waldabschnitten. Gelohnt hat es sich trotzdem. Weiter geht s nach Yap und nach einer Woche kehren wir für 2 Nächte wieder hier her zurück.