Vancouver
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Vancouver

Vancouver kann man nur lieben.

Unser Flug mit Air Transit verläuft ohne Zwischenfälle. Jedoch möchte ich erwähnen, dass es sich hierbei um eine Billiglinie handelt. Neben alkoholischen Getränken kosten Kopfhörer und sogar Decken Aufpreis. Dass die Temperatur während des gesamten Fluges bei gefühlten 10 Grad lag, sollte wohl auch den Umsatz ankurbeln.
Endlich im warmen Vancouver angekommen laden wir erst mal bei Simone unser Gepäck ab. Die Wohnung liegt zentral in der von Bäumen gesäumten 10. Strasse, so dass es anschliessend zu Fuß zum olympischen Dorf geht – die 2010er Version unseres Zuhause aus München. Allerdings liegt hier die Stadt am Pazifik klar vorne. Das Panorama mit Ozean, Großstadt und Bergen im Hintergrund ist einfach nicht zu schlagen. In einer kleinen Brauerei direkt an der sogenannten „seawalk“ gibt es leckeres Essen.

Am nächsten Tag essen wir einen Lachs Bagel auf Main St und dann ab zum Fahrradverleih. Nach Auskunft von Simone läßt sich die Stadt sehr gut mit dem Fahrrad erkunden. Entlang der „seawalk“ führt uns ein gut ausgebauter Fahrradweg direkt in die Stadt. Die Verkehrsführung ist auf Fahrradfahrer ausgerichtet, teilweise sind ganze Fahrspuren baulich für Radler abgetrennt oder grellgrüne Markierungen weisen dem Zweiradverkehr eigene Bereich zu.

In der Innenstadt wird der Rucksack mit Klamotten gefüllt und bereits vor Mittag geht es am Coal Harbor (Yachthafen) in Richtung Stanley Park. Diese riesige grüne Oase am nördlichen Zipfel von Vancouver ist ein beliebtes Ausflugsziel mit Fahrradwegen, Strassen, Joggingstrecken und Stränden! Auf der Südwestseite des Parks finden sich diverse Strände, einige bieten mit den am Strand verteilten Baumstämme eine Rückenlehne zum bequemer Buchtgucken. Die Überquerung  per Burrard Brücke ist sehr zu empfehlen, denn hier lohnt das Innehalten mit einem Blick gen Norden. Die Hochhäuser zeichnen sich vor den Bergen ab, während unten im Wasser kleine Segelboote auf dem ruhigen Wasser tanzen und Sonnenhungrige sich im Sand suhlen.

Zum Abschluss des Tages statte ich Granville Island noch einen Besuch ab. Diese Insel beherbergt Künstler verschiedener Handwerke, Restaurants und einen Markt. Letzterer sieht ziemlich interessant aus, während mich der Rest nicht wirklich angesprochen hat. Die Runde des „seawall“ endet wo sie begann – direkt im olympischen Dorf, vorbei an kleinen, großen, flachen und hohen Gebäuden direkt am Meer. Die Entscheidung für das Fahrrad war goldrichtig: schnell, bequem und vollkommen sicher.

Am Abend grillen wir Lachs und Marion kommt vorbei. Ein Wiedersehen nach 8 Jahren. Der Abend klingt auf der Terrasse aus.

Victoria 06.06

Die Fähre nach Vancouver Island verlässt die Anlegestelle in der Nähe von White Rock um 11 Uhr. Nach knapp einer Stunde Überfahrt bringt uns ein Shuttle Bus in die Hauptstadt von B.C., Victoria. Neben Parlament und dem Hotel „The Empire“ schauen wir uns noch die Innenstadt ein wenig an. Ein ausgiebiges Mittagessen im Restaurant „the local“ direkt am Hafen rundet den Ausflug ab. Alles in allem bietet die Insel sicher Unmengen mehr zu erleben, doch auf uns wartet morgen die Camperübergabe. Daher hop hop wieder auf die Fähre.

Langley 07.06.

Nach einem leckeren Frühstück in Gastown – einem Bezirk in Vancouver – fahren wir gen Landesinnere um den Camper in Empfang zu nehmen. Nach einer kurzen Einführung biegen wir auch schon auf den Supermarkt Parkplatz. Die Erstausstattung kostet eigentlich 320 CAN$, wovon letztlich nur 279 übrig bleiben, weil einige Artikel rabattiert sind. So macht Einkaufen Spass. Der Camper – ein Mercedes Diesel Sprinter – wird beladen und das Gepäck verstaut, bevor wir dem Transcanadian #1 in Richtung Westen folgen. Dabei überqueren wir die Meerenge mittels der „iron workers memorial“ und folgen der CAN99 gen Whistler.Der Abstecher in Horseshoe Bay ist ganz nett, allerdings ehrlicherweise nicht weiter aufregend. Die Fahrt entlang des Pazifik im Gegenteil ist es schon. Nach zwei Ausfahrten finden wir einen schönen Parkplatz auf einer Anhöhe mit tollem Blick in die fjordähnlichen Berge bzw Inseln vor Vancouver Island. Trotz der Schilder „No camping“ lassen wir uns hier nieder, denn in Kanada beginnt campen erst dann, wenn man Heringe in den Boden treibt. Das Schlafen im Camper selbst ist nahezu überall erlaubt, nur eben keine Stühle vor dem Camper.